Die einzig wichtigen Mode – Regeln

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Die einzig wichtigen Mode – Regeln

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Was haben wir nicht alle gehört, wie man sich als Kurvenfrau zu kleiden hat. Dies und jenes „geht GAR nicht“, vorteilhaft muss es sein, „Problemzonen“ kaschieren und am besten noch den Vorstellungen von Freunden, Familie und der Belegschaft entsprechen. Und wo bleibst DU bei alldem? Ganz weit hinten? Das muss sich ändern!

autor: KATJA

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Ich weiß, ich weiß:

Klamotten finden ist ab einer bestimmten Kleidungsgröße nicht die einfachste aller Sachen. Da ist man schon mal froh, wenn sich Knopf, Reißverschluss und Co. schließen lassen. Aber oft reicht dieser Fakt einfach nicht aus. Passform und der richtige „Sitz“ ist aber bei jeder Konfektionsgröße wichtig, um das beste aus der Klamotte herauszuholen.

 

  • ZUM BILD
    So cool ich diese Lederimitat-Hose auch finde: Sie ist einfach zu klein. Eigentlich hat sie Bundfalten, die komplett flach gezogen werden, die Taschen klaffen auf, Querfalten bilden sich. Bundfalten brauchen immer etwas „Mehrweite“, also Raum rings um Bein und Gesäß´, um schön fallen zu können.

 

In meinem Kleiderschrank

befinden sich Klamotten von Größe 36 bis 54. Meine „reale“ Größe liegt irgendwo in der Mitte. Schnitt, Material und Marke sind nur eine handvoll von Variablen, die die Passform eines Designs bestimmen. Der gleiche Schnitt in einem anderen Material sitzt komplett anders. Einige Prozent Elasthan mehr oder weniger in einem Stoff können den gleichen Effekt haben. Die gleiche Größe bei drei unterschiedlichen Firmen kann auch drei Mal unterschiedlich ausfallen.

Warum das so ist?

Jede Marke entwickelt eine eigene Größentabelle, die auf den jeweiligen Erfahrungen und Vermessungen aufgebaut ist. Da gibt es nur eins: probieren, probieren, probieren.

 

  • ZUM BILD
    Meine Bundfaltenhose in Kooperation mit Happy Size trage ich hier zwei Nummern größer, als ich normale Hosen brauche. An der Taille kann ich sie mit dem kleinen Gürtel an meine Figur anpassen, aber jetzt fällt sie genau so, wie sie soll.

Steht etwas ab, spannt, macht komische Falten oder fühlt sich unangenehm an? Dann ist die Passform einfach nicht die Richtige. Hier kann es von großer Hilfe sein, wenn du einen Shopping-Buddy mit Näh-Kenntnissen dabei hast. Eine Änderungsschneiderei ist in der heutigen Zeit kein allzu oft von uns frequentierter Ort, kann aber dein absolutes Ass im Ärmel in Sachen Passformoftimierung sein. Manchmal muss hier und da einfach etwas gekürzt oder weggenommen werden.

 

Als Laie ist es schwer zu erkennen, was nötig und überhaupt möglich ist. Lasse dich deshalb beraten! Viele Modehäuser bieten Änderungen sogar für einen kleinen Preis im Haus an.
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Kommentare wie „Oh, das trägt aber auf“ oder „Das macht dich breiter“ haben wir wohl alle schon mal gehört. Hier denke ich mir immer:

 

„Ist das wirklich das schlimmste, was ein Outfit sein kann? Unvorteilhaft?“.

 

Attribute wie „bequem“, „professionell“ oder „nicht dein Business“ finde ich hier wesentlich wichtiger. Wenn du in deinem Outfit deine Vorzüge betonen willst, steht dem nichts entgegen. Aber es sollte deine eigene Entscheidung sein. Willst du etwas neues ausprobieren, steht dir die ganze Welt der Mode offen! Oversize-Looks, Bodycon-Kleider, Querstreifen. All das lässt sich auch in größeren Konfektionsgrößen stylen!

Familie, „Freunde“, Kollegen: viele Menschen scheinen die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben – und die Vogue gleich mit. Denn sie denken, sie wären die absoluten Mode-Kenner und hätten die Lizenz zum Kritisieren. Zu kurz, zu viel, zu grau, zu exzentrisch – es ist völlig unmöglich, es diesen Menschen recht zu machen. Weshalb du es nicht tun solltest. Du bist die Person, die in dem von dir gewählten Outfit steckt. Genau diese Person ist die einzige, deren Meinung zu deinem Outfit zählt.

 

Keine Ahnung, wie du deiner Mode-Polizei beibringen kannst, dass sie die Kritik stecken lassen können? Wie wärs mit:

Deine wertvolle Energie ist doch völlig an Outfit-Kritik für mich verschwendet, die kannst du so viel besser in andere, wichtigere Dinge investieren!

Du hast ein tolles Auge für Mode, sobald ich deine Expertise brauche, frage ich dich einfach, okay?

Oder einfach:

Mein Outfit ist ganz allein meine Sache, Kommentare sind unnötig, vielen Dank, dass du darauf Rücksicht nimmst.

Beleidigend zu werden ist nie eine gute Idee.

 

Genauso wenig, wie Ausdrücke oder herablassende Bemerkungen. Das macht ein oft angespanntes Verhältnis in der Familie oder am Arbeitsplatz nicht besser. Mode soll Spaß machen, experimentieren ist Teil des Ganzen. Dass nicht alle Experimente von Erfolg gekrönt sind, wissen wir wohl alle. Wenn du dir selbst nicht ganz sicher bist, ist eine unparteiische Meinung schon mal hilfreich. Aber Kommentare sollten nie unaufgefordert gegeben werden. Denn das geht allzu oft nach hinten los.

Wir alle kennen sie: die Vorurteile, dass kurvige Frauen nicht alles tragen dürfen. Schwachsinn ist das. Was DIR gefällt, das zählt. Ob du dich „bauchfrei“ wohl fühlst, oder nicht, kannst nur du selbst sagen – und das geht erst dann, wenn du eine Hand voll dieser Sachen für dich probiert hast. Zugegeben: Crop Tops kommen bei mir auch nur im Sommer oder im Fitti auf die Haut. Das zieht sonst so und die armen Nierchen frieren. 😉

 

Auf Teufel-komm-raus

muss ein Trend keineswegs ausprobiert werden. Oft kommt es aber vor, dass frau sich bei dem ein oder anderen Teil wundert, ob das auch etwas für einen wär, wie es sich wohl anfühlt, wie man es kombiniert. Spätestens bei diesen Gedanken sollte man mal in das ein oder andere Teil schlüpfen. Ja: am besten mehrere Schnitte, Formen, Materialien ausprobieren. Enger oder weiter geschnitten, hochgeschlossen oder weiter Ausschnitt, edle Spitze oder sportliche Baumwolle, Ärmel oder Trägerchen: auch bei „so wenig Stoff“ eines Crop Tops sind die Design-Möglichkeiten fast unendlich. Und das ist bei fast allen „Übergrößen-No-Go’s“ so. Hier gilt also ebenfalls: Vom Ständer nehmen, Umkleide aufsuchen, anprobieren – oder einfach heim schicken lassen:

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red_crop
black_top
silver_crop
blue_crop
crop top

Die besten Outfits basieren auf gut sitzenden Basis-Teilen: Jeans, weiße Bluse, schwarzer Blazer. Je nachdem, wie du gerade lustig bist, kannst du es beim minimalistischen Look belassen, oder hier und da Eyecatcher nach und nach in das Outfit ingegrieren. Muster, Farben und Accessoires kannst du so ausprobieren und schauen, was dir am besten gefällt und super zu dir passt. Mit einem Basic lassen sich so unzählige Outfits stylen! Während der Fashion Week anfang des Jahres (HIER gibt es noch mal alle Infos dazu) hat Miyabi Kawai ja ihre 10 Basics zusammen mit sheego vorgestellt, hier wirst du garantiert fündig!

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basics

Komplimente sind schon eine schöne Sache. Man bekommt sie eigentlich schon ganz gern, manche haben aber in den letzten Jahren einen etwas bitteren Beigeschmack bekommen.
Bei uns wird im Gegensatz zu anderen Kulturen relativ wenig komplementiert. Bei meinen zwei Reisen nach NYC ist es mir erst aufgefallen, wie die gegenseitige Anerkennung eine Beziehung zwischen zwei Menschen schnell auf eine höhere Ebene heben kann. Es wurde mit positiven Kommentaren einfach nicht gespart! Dabei ist es mir wichtig, Dinge zu hervorzuheben, die die Person aktiv beeinflusst hat. Anstatt „Du sieht heute ganz besonders schön aus“ zu sagen, bewundere ich Make-Up (wahnsinn, was gibt es talentierte Menschen da draußen!), ein Outfit, die letzte, toll geschriebene Caption eines Instagrambeitrags, der eloquente Umgang mit einer besonders schwierigen Situation oder die inspirierende Persönlichkeit.

Frauen und Mädchen

wurden lange dazu erzogen, die Komplimente über ihr Aussehen als Treibstoff für ihr Tun und Sein anzusehen und ALLES dafür zu tun, um zu gefallen. Anecken war ungern gesehen, eine eigene Meinung gar als unfleglich betrachtet. Mittlerweile hat sich viel an dieser Haltung geändert und Frauen werden endlich jenseits von Aussehen und Schönheit bewertet. Das sollte sich auch in den Komplimenten widerspiegeln!

 

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karma
heelheadandstandards
youarewow
compare
positivity
inspiration
Zwei Sachen gehen in Sachen ``Kompliment`` übrigens gar nicht:

A -„Du bist aber mutig, ich bewundere dich, dass du dich so zeigst!“

 

Meistens bezogen auf ein Outfit, das Figur zeigt oder Körperteile, die gesellschaftlich nicht als „schön“ gelten. Ich bekomme diese Kommentare regelmäßig, wenn ich als Unterwäschemodel unterwegs bin (HIER habe ich schon mal darüber geschrieben). Dazu habe ich vor kurzem ein Beispiel gelesen, dass das Problem mit diesem „Kompliment“ sehr gut darstellt: Stell dir vor, du kommst mit einem neuen Haarschnitt überglücklich vom Friseur und postest ein Foto davon auf Instagram. Darunter bekommst du Kommentare wie „Du bist aber mutig, dich so zu zeigen!“ oder „Ich würde mich das nicht trauen!“. Da wird einem richtig warm ums Herz, oder? Genau. Sicher lieb gemeint, aber nicht der richtige Weg.

B – „Du schaust gut aus, hast du abgenommen?“

 

Woher soll ich das wissen? Meine Waage ist seit Jahren eingemottet und kommt nur dann ans Tageslicht, wenn ich ein besonders großes Paket verschiecken möchte. Dieser Satz impliziert, dass es unser aller oberstes Ziel ist, Gewicht zu verlieren ODER zumindest dünner auszusehen. Dabei zählen offenbar bei vielen die Attribute „fit“, „gesund“ oder gar „glücklich“ nicht. Dabei ist das so viel wichtiger! Dick heißt nicht gleich ungesund. Dünn heißt nicht gleich fit. Und schon gar nicht glücklich. Die Diät-Kultur der letzten Jahre sitzt tief verankert in unseren Köpfen, viele sind damit aufgewachsen und es ist anstrengend, in Zukunft umzudenken. „Du siehst dünner aus!“ wäre vor 65 Jahren noch ein Zeichen von Mangel und harten Zeiten gewesen und hat mehr mit den Vorurteilen der Kultur zu tun, als mit der Person, an die dieses „Kompliment“ gerichtet ist. Weshalb es einfach keines ist. Streich es einfach aus dem Wörterbuch – und aus dem Kopf.

 

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mein
fazit

Mode mit Köpfchen, das ist doch eigentlich das Einzige, das Sinn macht.

 

Mode, die nach unserer Pfeife tanzt, uns durch den Alltag bringt und sich gut anfühlt. Hierfür gibt es kein Patentrezept, das auf jedes Individuum einfach anzuwenden ist.

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hallo!
Ich bin Katja,

Designerin und Stylistin bei mable. Ich liebe es, ausgefallene Teile mit tollen Basics zu kombinieren und damit einen ganz eigenen Look zu schaffen.

In meiner Freizeit lese ich wahnsinnig gerne, backe und koche viel und suche online nach den neuesten Schuhtrends!

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